Squadra aktuell:

Aufgalopp zur kölschen Primavera

Köln-Schuld-Frechen zeigt sich von seiner schönsten Seite

Frechen, 25.03.07 [P.K.] - Die kölsche „Primavera“ ist kein Rennen wie jedes andere, gerade in der lokalen Rennszene genießt dieses Rennen besonderes Prestige. Schließlich ist die Fahrt von Frechen in die Eifel und zurück, einer der letzten wirklichen Amateur-Klassiker.

Die Rahmenbedingung sind schnell erklärt: Die einzige topographische Hürde im 142km langen B/C-Rennen stellt der Anstieg zum Weißenstein dar. Des Weiteren verleiht der Wind der Strecke eine zusätzliche Würze. Fiel die gesamte Woche vor Köln-Schuld noch wettermäÂßig ins Wasser, lachte an diesem Sonntag die Sonne bei recht milden Temperaturen den Rennfahrern entgegen. Nur der Wind war heute stürmisch aufgelegt und versprach einen zusätzlichen Trainingseffekt.

Zum Rennverlauf:

Bereits nach 15 gefahrenen km suchte eine kleine Gruppe ihr Heil in der Flucht, der sich auch unser Rennfahrer Christian Schmidt anschloss. Mangels noch nicht ganz ausgereifter Tempohärte, entschied er sich nach einer Weile doch lieber für einen Platz im Feld. Die Windkante setzte zwar vor allen den hinteren Teilen des Peletons ordentlich zu, erwies sich aber nicht als Scharfrichter. Viel mehr fiel also die Vor-Entscheidung am Weißenstein. Aus Squadra-Perspektive fiel die Konstellation im Anschluss an den Anstieg leider weniger erfreulich aus. Matthias Hoppe verpasste den Anschluss an die 22-köpfige Spitzengruppe denkbar knapp und fand sich, genau wie Christian Schmidt in einer gröÂßeren ersten Verfolgergruppe wieder. Peer Ole Kuck, Stephan Hemmersbach, Michael Schulz und Anno Dallmann erreichten das Ziel in weiteren Gruppen. Michael Kemmerich musste das Rennen leider bedingt durch Krämpfe aufgeben.

Letztlich konnte sich Martin Gründer aus Brandenburg vor dem spurtstarken Bastian Ziemann (RSC Betzdorf) im Sprint der Spitzengruppe durchsetzen. Außerdem ist die starke Mannschaftsleistung der U-23 Abteilung des RSV Bochum (Team Vlassenroot) zu erwähnen, die gleich drei Fahrer in den Top-10 platzieren konnte.

Am kommenden Wochenende starten unsere Rennfahrer in Uedem, Melle (Niedersachsen) und in Schleswig Holstein. Eine mehrköpfige Delegation der Squadra wird den weiten Weg in den Norden antreten, um Samstag und Sonntag zwei Straßenrennen in Ascheffel/Wittensee zu bestreiten.!

Los gehts...

Saisonauftakt in Einhausen

Einhausen, 19.03.07 [P.K.] - Ein Winter, der keiner war, ist vorbei und ehe man sich versieht ist es wieder Mitte März, was für den Rennfahrer so viel bedeutet wie: „Renne fahre!“

Nachdem der traditionelle NRW Saisonauftakt in Straelen bereits im zweiten Jahr in Folge nicht mehr stattfindet, sollte es dieses Jahr also im hessischen Einhausen losgehen. Grundsätzlich ist die dortige Rennstrecke fast ideal für ein erstes Rennen: tellerflache 11km Runde, deren einzige Schwierigkeit die Überwindung einer Autobahnbrücke darstellt. Es hätte so schön werden könnenÂ…...

Schon der Wetterbericht für Sonntag verhieß nichts Gutes und bestätigte sich in drastischer Form am Renntag selbst. Regen, Wind und noch mal Regen sollten den Rennfahrern an diesem Tag ordentlich zusetzen. Nicht desto trotz standen in der C-Klasse ca. 200 hartgesottene Jungs am Start, die sich auch von der 20-Minütigen Start-Verspätung nicht beeindrucken ließen.

Matthias Hoppe, Jörg Winzen, Christoph Klein, Peer Ole-Kuck, Stephan Hemmersbach und Anno Dallmann waren heute die Squadras, die sich ihre Trikots versauten und die Räder besser gar nicht geputzt hätten. Auf die Plätze - auf die FresseÂ…

Zum Rennverlauf kann der Autor leider nicht viel berichten, denn er musste bereits nach 10 (!) gefahrenen Km Sturz bedingt die Segel streichen. Aber noch mal von vorne:

Bereits bis zum Ortsausgang Einhausen konnte das C-Peleton seinem Ruf alle Ehre machen und zwei Stürze vorweisen. Dies hatte zur Folge, dass bereits auf der ersten langen Gerade enorme Löcher im Feld klafften und es fast eine Runde dauerte, bis man sich wieder einigermaßen formiert hatte. Ein paar Augenblicke später war der scheinbare Frieden vorbei, Anno Dallmann unter Männern und Rädern begraben und der Rest der Mannschaft im Kampf mit dem immer wiederkehrenden Sturzverkehr, in dem man schließlich nach 4 Runden endgültig stecken blieb. Nur Matthias Hoppe, der schon in der Startaufstellung Loge gelöst hatte, hielt sich wacker und beendete das Rennen im enorm geschrumpften Hauptfeld.

Was bleibt ist ein leicht deformierter Ellenbogen, endlich wieder Massageöl geschnuppert zu haben, sich über den Sieg eines Kölschen Jung in der A/B-Klasse (Chapeau Rapha!) zu freuen und mit der Vorstellung in eine neue Woche zu starten, dass es bei der „Rheinischen Primavera“ am kommenden Sonntag nur besser laufen kann – in jeder Hinsicht!

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