Squadra aktuell:

Großer Westfalenpreis - Dortmund / Brackel

Mathias Hoppe holt sich Platz 10.

Dortmund, 17.05.07 [P.K.] - Nach einer viel zu kurzen Nacht klingelte heute der Wecker zu einem Zeitpunkt, an dem andere junge Menschen vor einem Feiertag erst ins Bett gehen. Die Frage sei erlaubt: Wie verrückt muss man sein, um gegen 5.00 Uhr aufzustehen, völlig verschlafen ins Auto zu steigen und in aller Herrgottsfrühe ein Radrennen bei Dauerregen in der Dortmunder Peripherie zu bestreiten? Was man nicht alles tut als (Radsport-)Verrückter Mensch. Gerade in Zeiten, wo es um den Sport - im Sinne der öffentlichen Wahrnehmung etc. - nicht gerade rosig steht, freut man sich aber, überhaupt noch Radrennen a la Brackel bestreiten zu können. Nach dem bereits thematisierten Ausfall des Sparkassen Giros, der Absage des Rennen in Dortmund-Hombruch, ist Brackel dieses Jahr sozusagen der letzte Mohikaner unter den “Großen Runden” im Pott.

Genau genommen, ging es auf einer welligen 8,9 km Runde durch diverse Dortmunder Vororte. Neben dem äußerst fiesen Wetter, ein paar brenzligen Kurven, stellte eine recht ordentliche, 10 mal zu bewältigende Teerblase Richtung Ziel die gröÂßte Schwierigkeit im Rennen dar. Dem Diktat des Weckers gehorchten heute Peer-Ole Kuck, Anno Dallmann, Stephan Hemmersbach, Matthias Hoppe, Jörg Winzen und Kolja Lamza und standen - noch in rot-weißen Jerseys, später in schwarz-grauen - pünktlich um 8.00 Uhr an der Ziellinie

Zum Rennverlauf; Nachdem in den ersten beiden Runden einigermaßen moderates Tempo angeschlagen wurde, konnte sich bereits in der 3. von 10 zu fahrenden Runden, eine 8-Köpfige Gruppe absetzen. In dieser befand sich unter anderem der spätere Sieger: Bastian Ziemann vom RSC Betzdorf - Glückwunsch! Nachdem Anno Dallmann leider vergeblich versuchte, der Gruppe nachzustellen, wuchs der Vorsprung der Ausreißer kontinuierlich bis auf zwei Minuten an. Damit war die Sache quasi gegessen und im Sprint des Feldes ging es nur noch um die Plätze 9 und 10. Im Finale war die Squadra noch durch die Fahrer Hemmersbach, Hoppe, Lamza und Dallmann vertreten. Dallmann alias “Dallmato” alias “Dalli-Dalli” war es dann, der das Finale 1,5 km vor dem Ziel eröffnete und bis zum Fuße des Schlussanstieges das Tempo hochhalten konnte. Im Bergsprint behauptete sich Matthis Hoppe - “Hoppermann” auf eindrucksvolle Weise; zweiter vom Feld - 10. im Gesamten! Die restlichen Squadras überquerten die Ziellinie ebenfalls im vorderen Teil des Feldes.

Nach den 89 Rennkilometern in Dortmund ging es für für Stephan Hemmersbach, Dallmato, Peer Kuck und Jörg Winzen noch nach Refrath, wo sie zusammen mit den restlichen Squadras noch das 75 km lange KT/ABC Rennen um den großen DOM-Kölsch Preis bestritten. Ein gesonderter Rennbericht folgt.

Eric Baidoo fährt die ersten Erfolge in Belgien ein

Platz 7 in Grace-Hollogne

Retinne / BE, 07.05.07 [P.K.] - Eric Baidoo hat für die Squadra die ersten Erfolge im benachbarten Belgien eingefahren. Bereits am 01. April holte er sich beim Rennen in Grace-Hollogne den 7. Platz. Bei dem Rennen über 66 km konnte sich eine vierköpfige Ausreißergruppe vom Feld absetzen und den Sieg mit 25 Sekunden Vorsprung unter sich ausmachen. Im Sprint des Hauptfeldes konnte Eric sich dann mit dem 3. Platz seine erste Platzierung sichern.

Am vergangenen Wochenende startet er beim Rennen in Retinne, nahe Lüttich. In dem Rennen über 72 km musste 15 mal ein zwar nur 300m, dafür aber giftig steiler Anstieg bewältigt werden. Wenige Runden vor dem Finale konnte sich eine kleine Gruppe absetzen. Eric überquerte schließlich als 17. die Ziellinie.

Offenbach / Quaisch

Zum Kollektivtraining verdmmt

Offenbach / Quaisch, 01.05.07 [P.K.] - Der 1. Mai, für die meisten Deutschen ein Feiertag mit allen dazugehörigen Annehmlichkeiten; ausschlafen, gemütliches Frühstück mit den liebsten und dann einen geruhsamen Tag, der bei dem seit Wochen anhaltendem Kaiserwetter meist und fast schon gezwungener Maßen nur mit einem gemütlichen Grillabend enden kann.

Denkste!

Punkt 6:00h haute der Wecker unsere Renners unsanft aus dem Schlaf, Offenbach/Quaisch stand auf dem Rennplan, Start 12:00h. Das bedeute für alle die nicht mit WARP9 zu reisen pflegen, dass sie Heute lediglich von ausschlafen träumen dürften. Nach einem kleinen Frühstück trafen wir uns in Bonn um von dort aus alle zusammen mit dem großen ASB-Teambus gemütlich in die Süd-Südpfalz zu gondeln. Pünktlich um halb 11h trafen wir an der Rennstrecke ein und bauten unsere Rennmaschinen auf. Das Rennen lief über 15 Runden und endete nach 90km, theoretisch. Leider lief es nicht wirklich gut für uns. Wie bei großen Runden üblich, stellten wir uns ganz gemütlich 2 Min. vor dem Start in den bereits ungeduldigen Pulk von Rennfahrern. 90 km sollten wohl reichen um im Laufe des Wettkampfes nach vorne zu kommen und unseren Teil zu der Musik die gespielt wurde beizutragen, wie gesagt; theoretisch. Der Startschuss viel pünktlich und zügig preschte der rasende Pulk gen Ortsausgang, unsere Renners; Christoph Klein, Anno Dallmann und Peer Ole Kuck machten sich direkt daran langsam aber beständig an die Spitze des Feldes zu Fahren. Ein schmaler Wirtschaftsweg mit leichter Windkante durchkreuzte unsere Pläne. Den Wirtschaftsweg selbst trifft dabei gar keine Schuld, eher einige der über 200 gestarteten Rennfahrer. Auf Pos. 50 des Feldes rappelte es richtig und es kam in Folge dessen zu einem Massensturz erster Güte, voller Ehrgeiz versuchten einige Rennfahrer den Haufen gestürzter Fahrer auf eine Höhe von 2m aufzutürmen. Ein Knäuel von gut 25-30 Renners lag verkeilt auf der gut 3m breiten Straße, ein Durchkommen unmöglich, wenn man nicht David Kopperfield heißt. 140 Rennfahrer schauten in die Röhre und mussten mit ansehen wie der Zug der die Musik spielt langsam davonzog. Der ewiglange Lindwurm der vom Sturz Ausgebremsten versuchte noch mal in einem Kraftakt den Anschluss zu finden, zerfiel aber auf der Windkante in den folgenden Runden immer mehr. So hingen unsere 3 Renners in der 2. Gruppe, die zwar im Laufe des Rennens anwuchs, in der jedoch kein richtiger Zug einkehren wollte und waren wohl oder übel zum Mannschaftstraining fernab von der Heimat verdammt. Wie war das mit ausschlafen und Grillen am Feiertag?

Die erste 40-Mann Starke Gruppe des Rennens teilte sich nochmals im Laufe des Finales, es gewann David Bertram vom Team Cogee Saar vor Felix Willems / Team Physiodom.

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