Squadra aktuell:

Rund um Merken [Bilder online]

Patrick nach Kälteschlacht auf Platz 6

Düren, 24.03.13 [P.K.] - Es wird Sommer! Ein klares Indiz dafür waren die Temperaturen beim heutigen Rennen in Düren-Merken, denn mit 3°C über null waren diese deutlich über dem Gefrierpunkt. Wie schon beim Rennen in Herford hielt sich der Frühling auch heute noch vornehm zurück und sorgte damit für verschärfte Rennbedingungen. Der kalte Ostwind blies kräftig über die Windanfällige Gegengerade außerhalb von Merken und sorge damit auf der Windkante neben den gefühlten Minus-Temperaturen für einen zusätzlichen Scharfrichter. Das Rennen begann sportlich und bereits nach wenigen Runden konnte sich eine 3 köpfige Spitzengruppe vom Feld absetzen. Nach etwa 10 gefahrenen Runden versuchten mehrere Fahrer aus dem Peloton mit Attacken der Gruppe nachzusetzen und konnten sich vom Feld lösen. Mit dabei war Squadra Neuzugang Patrick Vogt. Der Routinier ließ nichts anbrennen und zog mit den anderen voll durch. So konnten sich nochmals 7 Fahrer vom Feld lösen. Das Hauptfeld indes, in dem auch Stefan Heidemanns und Daniel Aben fuhren, wurde von Runde zu Runde auf der Windkannte immer weiter dezimiert. Nach der Hälfte des Rennens war klar, dass die heute stärksten Fahrer in den beiden Ausreißergruppe saßen und vom Feld nicht mehr gestellt werden sollten. Claudio Catania konnte dem Tempo in der Spitzengruppe nicht mehr folgen und viel zurück. So sah es wenige Runden vor dem Ziel sogar danach aus, das Patrick aus der Verfolgergruppe um den 3. Platz sprinten konnte. 2 Runden vor dem Ziel gelang es zwei Mitstreitern aus der nur noch 5 Mann starken verfolgergruppe sich abzusetzen. Im Finale eröffnete Patrick den Sprint auf der langen Zielgerade und wuchtete sein Rad nach harten 60km auf Platz 6 über den Zielstrich. Glückwunsch!

Das Rennen der Elite AB ging nicht weniger sportlich über die Bühne. Hier starteten für die Squadra Jens Reichardt und Kai Nalepa, beide mussten aber im Laufe des Rennens der Windkante ihren Tribut zollen und das Rennen vorzeitig beenden.

Am Oster Montag geht es für die SQUADRA direkt weiter mit dem Großer Osterpreis der Bade- und Rotweinstadt Ahrweiler. Bei dem BC Rennen über 60km lässt sich dann hoffentlich die Sonne blicken!

Die Bilder zum Rennen findet ihr in unserer Galerie

Ciao tutti

Sisonstart 2013 - Kai legt vor

Frühjahrsrennen in Herford

Herford, 10.03.13 [P.K.] - Der Wetterbericht für Sonntag verhieß schon seit Tagen nichts Gutes und auch zu Hause musste ich einiges an Überzeugungsarbeit leisten, damit ich, trotz einiger Widerworte, doch den weiten Weg aus dem Ruhrgebiet nach Ostwestfalen-Lippe auf mich nehmen konnte. Begleitete mich bis 5 km vor Herford Schneeregen und Temperaturen von 1 Grad, kam ich, buchstäblich mit Überqueren des Herforder Ortsschildes, in den Genuß von Schnee an den Straßen und Temperaturen von -1 Grad.

Jetzt war ich allerdings schon da, also fix an den Duschen geparkt -in weiser Voraussicht- Rad fertig gemacht und dann zum Start/Ziel, die Nummer holen.

Dort war ich überrascht, dass der Rennbetrieb ganz normal von statten ging, obschon die Gesichter der Rennfahrer deren Abneigung gegen das Wetter widerspiegelten. Mit der abgeholten Startnummer gings Richtung Umkleide, dann die obligatorische Aufwärmerunde, bei der mit allerdings eher kalt als warm wurde, und ab zum Start.

Hier versammelten sich etwa 60 hartgesottene Rennfahrer, darunter aber Teams in voller Mannschaftssträke, unter anderem Univega und EGN.

Mit dem Startschuss begann direkt eine schnelle Eingangsrunde, bei der sich, unter Mithilfe ihrer Teamkollegen, etwa 18 Mann vom Feld lösen konnten. Diese Gruppe war es schlußendlich auch, die den Sieg unter sich ausmachte. Im Feld wurde derweil das Tempo etwas langsamer, was allerdings nicht bedeutete, dass das Rennen angenehmer wurde. Eis an der Schaltung etwa transformierte mein Rad in ein 7-Gang Rad, wobei hier das 25er, das 13er und das 12er Ritzel nicht mehr zu fahren waren. Etwas nervig in der Abfahrt aber noch fahrbar. Auch auf dem Rad bildete sich binnen kurzer Zeit eine zentimeterdicke Eisschicht, mein Helm wurde zu einem Zeitfahrhelm umgemodelt, der Eisschicht sei Dank. Ans Trinken war nach etwa 10km nicht mehr zu denken, beide Flaschen waren komplett gefroren, auch die Riegel waren eher hart als flüssig. Das übrige tat die Strecke dazu, die windanfällig und wellig war.

Nach etwa der Hälfte des Rennens überrundeten uns schließlich die Führenden, es gelang mir und etwa 10 anderen aber, mich an dieser Gruppe festzubeißen. Von dieser Gruppe setzten sich nochmals 3 Fahrer ab, die dann den Sieger stellten, während die Restlichen abwechselnd durch die Führung gingen und so halbwegs Nachführarbeit leisteten. 10 Runden vor Schluß wurde dann eine Prämie in Form von zwei Schwalbe Reifen ausgerufen, die aber allem Anschein nach keiner aus unserer Gruppe mit aller Macht haben wollte, also bin ich kurz vor dem Start-Ziel aus dem Sattel gegangen und habe mir diese gesichert. 5 Runden vor Schluß mussten dann die überrundeten Fahrer das Rennen beenden, wobei ich hier allerdings den Sprint der verbliebenden Fahrer gewinnen konnte und sofort Richtung duschen fuhr. Eigentlich dachte ich, dass ich mich etwas weiter als auf dem 22. Rang geschoben hätte, was allerdings auch keine großen Unterschied gemacht hätte, waren doch die ersten 18 Plätze schon fix vergeben. Anscheinend waren auf der Strecke doch noch ein paar Einzelkämpfer unterwegs. Nach dem Duschen wurde das Rad vom Eis befreit und dann im Auto verstaut. Schnell Richtung Ziel, die Prämie abholen und dann ab auf die 160km lange Heimfahrt.

Alles in allem das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Mit dem Endresultat bin ich allerdings zufrieden und freue mich jetzt schon auf Düren-Merken. Dann hoffentlich noch mit anderen Squadra Kollegen!

Saluti

Kai

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