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Francis quält sich in Pulheim den Berg rauf

Wappen von Pulheim - Francis auf P11

Pulheim, 07.09.15 [P.K.] - Mit bereits 2 Rennen in den Beinen, Freitag in Beckum, Samstag in Hannover Döhren bei übelstem Regen und einer dicken Erkältung in der Woche zuvor trat ich den schönen Rundkurs mit einer Streckenlänge von 6,1 Kilometern am Sonntagmorgen mit noch tollem, wenn auch kühlem Wetter beim Wappen von Pulheim an.

Mit der U17 sollten wir den Kurs 7 mal bestreiten. Nach der ersten Runde sah ich also zu, dass ich möglichst weit vorne im Feld in den Anstieg am Ziel fuhr. Leider reichte das nicht, denn ich ging gnadenlos ein. Oben angelangt klaffte ein riesiges Loch und gerade dort blies der Wind unerbärmlich von der Seite. Zum Glück kam von hinten die Birte aufgefahren und gemeinsam kämpften wir eine 3/4 Runde, um wieder ins Peloton zu gelangen (Danke Birte!).

Die Zunge hing mir bis zum Boden und genau dorthin zog es auch meine Beine. Trotzdem musste ich wieder ganz nach vorne, denn hinten zu hängen, hätte mein sicheres Aus bedeutet! Wieder wurde ich durch das ganze Feld gereicht, doch dieses Mal gelang mir, die Lücke direkt aus eigener Kraft zu schließen. An diesem Tag hatte ich tausend Tode zu sterben und hundert Kämpfe zu gewinnen und zwar gegen mich selbst!

Das ganze Spektakel wiederholte sich noch ein paar Mal. Doch entweder wurden meine Gegner müde oder meine Beine immer besser. Vielleicht auch beides zusammen. Denn jede Zielpassage wurde angenehmer und nach einer Weile bedurfte es keiner Aufholjagd mehr. Trotzdem dünnte sich das Fahrerfeld aus.

Leider tat ich mich im Finale, das ohne die in der Runde zuvor abgesprinteten Junioren stattfand, etwas schwer und kam zu weit hinten um die Zielkurve. Dennoch überholte ich einige der Mädels und wäre der Hügel ein paar Meter länger, wären 2-3 Plätze noch drin gewesen, kam ich doch mit Zweien beinahe gleich über den Zielstrich. 11. Platz. Mit einem 10. und 9. Platz in den Tagen zuvor doch ein zufrieden stellendes Ergebnis, trotz der mangelnden Fitness durch Krankheit.

Das Rennen in Pulheim war wie immer toll und deshalb wollte ich es auch nicht missen.

Im nächsten Jahr dann hoffentlich wieder weniger qualvoll.

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